Führungskräfte erneuern in diesem Jahr ihre Verpflichtungen gegenüber den wichtigsten strategischen Prioritäten in ihren Planungen. Dabei treten fünf miteinander verknüpfte Handlungsfelder zutage, die die Agenden von Vorstandsetagen prägen und jeweils ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit angesichts fortbestehender Unsicherheiten erfordern.
Zentrale strategische Prioritäten
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39Transformation durch unternehmensweite IT‑ bzw. Technologielösungen
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24Anpassung des Geschäftsmodells bzw. der Unternehmensstrategie aufgrund von Wettbewerb und Zoll‑ bzw. Tarifbelastungen
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23Internationale Expansion
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22Eine neue bzw. überarbeitete Strategie zur Gewinnung und Bindung von Talenten
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22Erschließung einer neuen Produkt‑ oder Dienstleistungskategorie
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22Überprüfung der Lieferketten, operativen Abläufe und Beschaffungsprozesse
Die Transformation durch Technologie bleibt für Führungskräfte der C‑Suite weiterhin die dominierende Priorität (39 %). Obwohl ihre Bedeutung leicht zurückgegangen ist (nur um vier Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr), stellt sie nunmehr im fünften Jahr in Folge die wichtigste strategische Priorität dar.
Gleichzeitig zeigt sich jedoch eine Verschiebung bei den übrigen Prioritäten innerhalb der Top Fünf. Auf die technologische Transformation folgen nun internationale Schwerpunkte, die sowohl ein erhebliches Risiko als auch eine bedeutende Chance darstellen. Die Anpassung von Geschäftsmodellen aufgrund von Wettbewerb und Zoll‑ bzw. Tarifbelastungen erscheint erstmals in der Liste (24 %), und die internationale Expansion bleibt mit 23 % bereits im dritten Jahr in Folge unter den Top Drei.
Darüber hinaus überarbeiten Führungskräfte ihre Strategien zur Talentgewinnung und -bindung oder entwickeln neue Ansätze – zweifellos auch als Reaktion auf ihre geringe Zuversicht im Hinblick auf den Arbeitsmarkt und den Mangel an qualifizierten Fachkräften. Ebenso erschließen Unternehmen neue Produkt‑ bzw. Dienstleistungskategorien und überprüfen ihre Lieferketten.
Technologische Transformation
Drei Viertel der Organisationen verfügen inzwischen über eine eigene Strategie zur technologischen Transformation. KI steht dabei an der Spitze: Sie gilt als der wichtigste Erfolgsfaktor für Transformationsprojekte und ist zugleich der bedeutendste Investitionsbereich für das kommende Jahr. Führungskräfte zeigen großes Vertrauen in die Fähigkeit von KI, Rendite zu erzielen – 94 % erwarten einen ROI innerhalb eines Jahres, eine ambitionierte Erwartung selbst unter idealen geschäftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Der rasante Fortschritt bringt jedoch Herausforderungen mit sich: steigende Kosten und Talentengpässe stellen die größten Hürden für die digitale Transformation dar. Um sicherzustellen, dass Investitionen ihren maximalen Nutzen entfalten, wird der Erfolg künftig davon abhängen, wie schnell Unternehmen ihren Kurs anpassen können und wie konsequent sie operative Agilität auf allen Ebenen verankern.
Die Motivation dahinter ist klar: Vorteile reichen von fundierterer Entscheidungsfindung und verbesserten Prognosemöglichkeiten über operative bzw. produktionstechnische Effizienzgewinne bis hin zu gesteigerten Kundenerlebnissen.