So schaffen Sie stabile und anpassungsfähige Lieferketten

Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen und immer komplexerer Wertschöpfungsketten überdenken Unternehmen ihre internationale Expansionsstrategie. Unser aktueller englischsprachiger Report „Strengthening supply chains: Growing Global“ bietet wichtige Insights, wie Organisationen Lieferketten neu ausrichten, um mit Störungen, regulatorischem Druck und globaler Unsicherheit umzugehen.

Internationale Expansion im Spannungsfeld wachsender Komplexität

Auf Basis der Insights unseres C-Suite-Barometers 2026 sowie der Erkenntnisse von Expert*innen aus verschiedenen Regionen und Branchen zeigt der Report auf, wie Unternehmen bei der Expansion in neue Märkte und Länder operative Prioritäten, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und sich rasant entwickelnde Technologien in Einklang bringen. Auch wenn die zentralen Herausforderungen der internationalen Expansion – darunter Compliance, Steuern, Technologie und eine erhebliche Zunahme an Komplexität in der Wertschöpfungskette – für sich genommen überschaubar erscheinen mögen, sind sie doch tief miteinander verwoben. Werden notwendige Schritte zum falschen Zeitpunkt ergriffen oder ganz unterlassen, können diese Faktoren die Lage deutlich komplizierter machen und die Risiken erhöhen.
66%

der Führungskräfte geben an, dass ihre oberste Investitionspriorität in der Lieferkette im Zusammenhang mit internationaler Expansion oder Marktdiversifizierung steht.

48%

der Unternehmen nennen verstärkte Transparenz- und Berichtspflichten als die Maßnahme mit den positivsten Auswirkungen auf die Wertschöpfungsketten.

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„Ich beobachte derzeit, dass Unternehmen innerhalb ihrer Lieferketten die Anzahl der Bezugsquellen in allen Regionen erhöhen, um Länder‑ und Lieferantenrisiken deutlich besser abzufedern. Gibt es für ein zentrales Bauteil – etwa in der Automobilindustrie – nur einen Lieferanten in einer Region, kommt die Produktion zum Stillstand, sobald dieser ausfällt.“

 

- Christian Back, Partner und Head of Automotive, Forvis Mazars Group

Mit Fokus auf operative Abläufe, Compliance und Technologie zeigt der Report auf, wie Unternehmen ihre Lieferketten effektiv umstrukturieren können, um ihr internationales Wachstum zu fördern. Wir beleuchten erfolgreiche praktische Ansätze, mögliche Fehlerquellen sowie jene Themen, die erfahrungsgemäß eine kontinuierliche Überwachung durch das Management erfordern.

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick

Resilienz löst Kosten als Leitprinzip der Lieferketten ab. Internationale Expansion stellt kostenoptimierte Modelle auf die Probe und rückt die Widerstandsfähigkeit in den Mittelpunkt operativer Entscheidungsprozesse.
Operative Umsetzung ist wichtiger als strukturelle Gestaltung. Die Leistungsfähigkeit von Wertschöpfungsketten wird weniger durch Umstrukturierungen bestimmt als durch das tägliche Management von Beschaffung, Beständen und Standortstrukturen.
Compliance wird zu einem festen Bestandteil des täglichen Lieferkettenmanagements. Durch internationale Expansion wird die Regulierung immer mehr zu einem untrennbaren Bestandteil der routinemäßigen Betriebsabläufe anstatt einer separaten Kontrollmaßnahme.
Nachhaltigkeitsregularien erhöhen die Anforderungen an die Transparenz. Immer umfassendere Vorschriften führen zu einer strengeren Überprüfung von Lieferanten und Risiken in der Lieferkette.
Technologie ist entscheidend für Transparenz und skalierbare Steuerung. Begrenzte Einblicke über Lieferanten der ersten Ebene hinaus erschweren die wirksame Einführung integrierter Daten‑ und digitaler Lösungen sowie deren Skalierung.
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„Einkaufsabteilungen verändern sich derzeit grundlegend, da sie aus Unternehmensperspektive geopolitische und Nachhaltigkeitsrisiken entlang tieferer Lieferketten bewerten müssen. Umso wichtiger ist es, dem Einkauf eine klare strategische Orientierung zu geben. Er kann einen erheblichen Einfluss auf die Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen ausüben.“

 

- Carolin Friedrich, Partnerin und Head of Sustainability, Forvis Mazars Group

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