Digital Business: KI-Haftung: Wer ist verantwortlich, wenn Künstliche Intelligenz lügt?

In einem Gastbeitrag für Digital Business erläutern Linda Kolberg und Florian Helbig, Rechtsanwältin bzw. Rechtsanwalt bei Forvis Mazars, die haftungsrechtlichen Konsequenzen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Ausgangspunkt ist ein Urteil des Landgerichts München, das eine unmittelbare Betreiberhaftung bejaht, wenn KI-Systeme eigenständig falsche Tatsachenbehauptungen generieren und veröffentlichen. Demnach können sich Anbieter nicht auf die Rolle eines neutralen Informationsvermittlers berufen, da KI-Systeme Inhalte eigenständig auswerten, verdichten und neu formulieren.

Zugleich genießen KI-generierte Aussagen einen geringeren Schutz durch die Meinungsfreiheit als menschliche Äußerungen. Auch das Argument, Nutzer müssten Inhalte eigenverantwortlich prüfen, greift nicht. Für Unternehmen bedeutet dies erhöhte rechtliche Risiken: Wer KI-Systeme implementiert und deren Ergebnisse veröffentlicht, kann für fehlerhafte Aussagen haften und sollte entsprechende Prüf- und Kontrollmechanismen etablieren.

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