Digital Business: KI-Haftung: Wer ist verantwortlich, wenn Künstliche Intelligenz lügt?
Digital Business, 24.06.2026: KI-Haftung
Ausgangspunkt ist ein Urteil des Landgerichts München, das eine unmittelbare Betreiberhaftung bejaht, wenn KI-Systeme eigenständig falsche Tatsachenbehauptungen generieren und veröffentlichen. Demnach können sich Anbieter nicht auf die Rolle eines neutralen Informationsvermittlers berufen, da KI-Systeme Inhalte eigenständig auswerten, verdichten und neu formulieren.
Zugleich genießen KI-generierte Aussagen einen geringeren Schutz durch die Meinungsfreiheit als menschliche Äußerungen. Auch das Argument, Nutzer müssten Inhalte eigenverantwortlich prüfen, greift nicht. Für Unternehmen bedeutet dies erhöhte rechtliche Risiken: Wer KI-Systeme implementiert und deren Ergebnisse veröffentlicht, kann für fehlerhafte Aussagen haften und sollte entsprechende Prüf- und Kontrollmechanismen etablieren.
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