private banking magazin: 9. MaRisk-Novelle

In einem Gastbeitrag für das private banking magazin ordnen Thorsten Janker und Johannes Dippel von Forvis Mazars die geplante 9. Novelle der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ein. Die vorgesehenen Erleichterungen sollen insbesondere kleinere Institute entlasten – etwa durch reduzierte Dokumentationsanforderungen und eine stärker am Proportionalitätsprinzip ausgerichtete Ausgestaltung von Governance und Kontrollstrukturen.

Die beiden Banking-Experten von Forvis Mazars warnen vor einer trügerischen Entlastung: Trotz vereinfachter Vorgaben bleibt die unveränderte Gesamtverantwortung der Geschäftsleitung bestehen. Vereinfachungen betreffen vor allem den Detaillierungsgrad, nicht aber die Verpflichtung zu einem wirksamen Risikomanagement, klaren Zuständigkeiten und belastbaren internen Kontrollsystemen. Institute sind daher gefordert, neue Spielräume konsequent und nachvollziehbar zu nutzen. Eine fehlerhafte Auslegung der Regelungen kann andernfalls zu erhöhten Haftungs‑ und Aufsichtsrisiken führen.

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