Bankmagazin: „Die AML-VO verlangt kein hochkomplexes Scoring“

In einem Interview mit dem Bankmagazin erläutert Thorsten Janker, Partner bei Forvis Mazars, die Auswirkungen der neuen europäischen Geldwäschearchitektur auf Banken und andere Verpflichtete. Im Mittelpunkt steht die zunehmende Verlagerung von punktuellen Prüfungen hin zu einem risikobasierten und kontinuierlichen Know-your-Customer-Ansatz über den gesamten Kundenlebenszyklus. Entscheidend werden dabei die engere Verzahnung von KYC-Daten, Risikoanalysen, Kunden-Scoring und Transaktionsmonitoring sowie eine belastbare und nachvollziehbare Dokumentation.

Thorsten Janker betont zudem die wachsende Bedeutung der Risikoanalyse als zentrales Steuerungsinstrument der Geldwäscheprävention und die damit einhergehende stärkere Verantwortlichkeit der Leitungsorgane. Bei der Identifizierung wirtschaftlicher Eigentümer rückt insbesondere die Analyse komplexer Eigentums- und Kontrollstrukturen in den Fokus. Darüber hinaus erläutert er, wie Institute ihre Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen risikoadäquat ausgestalten können und weshalb Transparenz, Datenqualität und Nachvollziehbarkeit in der Praxis wichtiger sind als immer komplexere Risikomodelle.

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